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Was ist das Burnout-Syndrom?

Burnout entwickelt sich typischerweise über Monate bis Jahre in Stufen in einem fortlaufenden Prozess der physischen, emotionalen und mentalen Verausgabung. Dabei kann es immer wieder zu Phasen der Besserung und Erholung kommen.

Der fließende Übergang von der normalen Erschöpfung zu den ersten Stadien des Burnouts wird vom Betroffenen nicht erkannt, sondern als „normale“ Entwicklung akzeptiert.

Findet jedoch weder in Bezug auf die inneren, noch die äußeren Bedingungen eine deutliche Änderung statt, besteht die Gefahr ausgepumpt zu sein.

Am Ende gibt es gibt kein „Ich“ mehr, sondern schwere Erschöpfung auf körperlicher und geistiger Ebene.
Häufig muss eine Mehrfachbelastung vereinbart werden, dabei kann im besonderen Maße eine Tendenz entstehen, sich "ständig unter Kontrolle" halten zu müssen: eigene Bedürfnisse, Erschöpfung und Unzufriedenheit werden verleugnet. Zusammen mit starkem Ehrgeiz kann so ein Einstieg in den Burnout-Zyklus erfolgen.

Burnout-Symptome

Burnout äußert sich in Lustlosigkeit, Gereiztheit, Gefühle des Versagens, mangelndem Interesse am Beruf oder Aufgabenbereich, permanenter Müdigkeit, Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen, Stimmungsschwankungen und in körperlichen Beschwerden wie z.B. Kopfschmerzen und Magen-, Darm-Beschwerden.

Typisch für Burnout ist auch der Rückzug aus dem sozialen Umfeld, z. B. von Kollegen, Kunden, Freunden und Bekannten.

Ursachen von Burnout

Stehen nicht mehr genügend persönliche Ressourcen ("Kraftquellen") zur Verfügung, kommt es durch Belastungs- bzw. Risikofaktoren zu einem Burnout:

  • Perfektionismus - hohe Leistungsansprüche und Ziele
  • Schwierigkeit Grenzen zu setzen
  • Verdrängung eigener Bedürfnisse
  • Idealisierung der Arbeit
  • Mangel an Beeinflussungsmöglichkeiten, z.B. im Beruf
  • mangelnde Anerkennung
  • fehlende soziale Beziehungen, z.B. vertrauensvolle Freundschaften
  • Pflege von Angehörigen, etc.

Durch die zunehmenden Anforderungen im Alltag (Beruf, Familie, Freizeit) bleibt dem einzelnen immer weniger Zeit für Selbstreflexion und Selbstwahrnehmung. Dadurch kommt der Aufbau der eigenen Ressourcen etwas zu kurz.

Burnout-Stadien nach Freudenberger und North

Der Psychoanalytiker Herbert Freudenberger und die Journalistin Gail North haben 1992 den Zyklus in 12 Stadien beschrieben, die nicht immer in derselben Reihenfolge auftreten müssen.

Burnout-Zyklus nach Herbert Freudenberger und Gail North
Im Laufe des Zyklus kommt es zu einer kreisförmigen, gegenseitigen Verstärkung der einzelnen Faktoren. Beispielsweise führt emotionale Erschöpfung zu geringerem Selbstwertgefühl, welches durch verstärkte Kompensationsbemühungen weiter zu emotionaler Erschöpfung führt.